GERHARD KROIS GROW
„Es erfüllt mich stets mit Freude, Menschen mit neuen Bereichen des Emotionellen und Intellektuellen vertraut zu machen – ihren Erlebnis- und Erkenntnisbereich auszuweiten. Dies gilt in Hinblick auf eine kreative Fotografie, deren Inhalt nur jenseits der Alltäglichkeit zu finden ist. Je ernsthafter eine bedeutsame Fotografie angestrebt wird, umso intensiver ist eine Auseinandersetzung mit sich und der Welt des Sichtbaren, Erdachten, Erträumten nötig um kreativ in eine „neue“ Welt des Bewusstseins einzudringen.“ (Erich Kees) Das Wesen der Fotografie, ihre Wechselbeziehung zum Menschen sowie ihre Einbettung in den kulturellen und sozialen Kontext stellen für Gerhard Krois – ganz im Sinne von Erich Kees – ein zentrales Anliegen dar. Seit über zwölf Jahren arbeitet er mit psychisch beeinträchtigten Jugendlichen und Erwachsenen in der beruflichen Rehabilitation unter Anwendung existenzanalytischer und kunsttherapeutischer Ansätze. Die kreative Fotografie bildet dabei das zentrale Medium, mit dessen Hilfe eine tiefer greifende Auseinandersetzung mit der eigenen Person ermöglicht wird. Als Fotokünstler hat Gerhard Krois in seinen seriellen, gegenständlichen Arbeiten stets versucht, einen möglichst großen Interpretationsfreiraum zu eröffnen. Der Betrachter soll sein eigenes Narrativ entwickeln, ohne dass die Intension des Fotografen in den Vordergrund tritt. In seinem aktuellen Fotoprojekt verzichtet Krois bewusst auf ein narratives Moment und rückt stattdessen Emotion, Farbe und Form in den Fokus der Gestaltung. Bevorzugt wird das Nonfigurale, das sich der Gegenständlichkeit entzieht. Aus diesem Ansatz entstand eine Reihe von abstrakten Einzelbildern und Bildserien. In seiner aktuellen Arbeit wirft Gerhard Krois auch den Blick auf die eigene Person. Die technischen Möglichkeiten in der Fotografie verleiten oft zu einem übertriebenen Perfektionismus, dem sich Gerhard Krois zu entziehen versucht, indem er bei der „Aufnahme“ auf Kamera, Objektiv, Beleuchtung und den Einsatz von KI verzichtet. Zwar greift der Künstler in den Entstehungsprozess der Bilder ein, doch spielt ein bewusst zugelassener Kontrollverlust eine wesentliche Rolle. Das Bild darf aus sich selbst heraus wachsen. In diesem Freiraum entwickelt sich eine eigene visuelle Sprache, die es dem Betrachter erlaubt, dem Bild unvoreingenommen auf einer assoziativen und emotionalen Ebene zu begegnen. In den großformatigen Abzügen werden feinste Details sichtbar – ein zusätzlicher Anreiz für den Betrachter, sich mit den Bildern „näher“ auseinanderzusetzen.
Biografie:
Gerhard Krois wurde 1965 im österreichischen Bruck an der Mur geboren. Bereits in seiner Jugend experimentierte er mit der damals noch analogen Fotografie. Erste künstlerische Erfahrungen sammelte er Ende der 1980er-Jahre als Fotograf für das Kunsthaus Muerz, unter anderem im Rahmen eines Projekts mit Gerhard Rühm (Wiener Gruppe). Anfang der 1990er-Jahre war er als selbstständiger Veranstalter und Gastronom im Kulturbetrieb tätig, insbesondere in der alternativen Musikszene und im Kabarett. In dieser Zeit war er auch Mitherausgeber und Redakteur der Kulturzeitschrift GACH. Mitte der 1990er-Jahre absolvierte er eine Ausbildung zum Grafikdesigner und gründete eine eigene Werbeagentur. Von 2003 bis 2006 war er Mitglied der TVN Fotogruppe Graz unter der Mitwirkung von Erich Kees, dessen künstlerischer und theoretischer Ansatz einen gravierenden Einfluss auf seine weitere künstlerische Entwicklung und soziale Einstellung hatte. 2007 schloss Krois die Ausbildung zum diplomierten Kommunikationskaufmann ab; 2011 wurde ihm der Silver Green Panther (Landespreis für kreative Kommunikation) in der Kategorie Kampagne verliehen. Von 2009 bis 2013 absolvierte er eine mehrjährige psychotherapeutische Ausbildung in Logotherapie und Existenzanalyse (GLE Graz) und besuchte parallel die Akademie für angewandte Photografie in Graz. Seit über zwölf Jahren arbeitet er mit psychisch beeinträchtigten Jugendlichen und Erwachsenen in der beruflichen Rehabilitation und in der Beratung unter Anwendung existenzanalytischer und kunsttherapeutischer Ansätze. In den letzten Jahren hat er diese Arbeit zunehmend auch im Rahmen von Kreativ-Workshops einem breiteren Publikum in den Bereichen Selbsterfahrung und Coaching zugänglich gemacht. Als Fotokünstler war Gerhard Krois an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Österreich, Slowenien, Kroatien, Rumänien und Montenegro beteiligt.
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